CDU will Sachverständigenrat für Verbraucherfragen

Berlin - Die CDU macht sich ihre Gedanken zum Verbraucherschutz. Der Bundesfachausschuss Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU Deutschlands hat bei seiner jüngsten Sitzung das Positionspapier "Verbraucher unterstützen - Vertrauen in die Märkte stärken" beschlossen. Darin regen die Verbraucherschutz- und Landwirtschaftspolitiker der CDU unter anderem die Einrichtung eines Sachverständigenrats für Verbraucherfragen an: "Unsere Bundesregierung hat bereits viel für die Verbesserung des Verbraucherschutzes getan", betonte der Ausschussvorsitzende, Parlamentarischer Staatssekretär Peter Bleser. Doch sei das Leitbild des eigenverantwortlichen und informierten Verbrauchers längst noch nicht auf allen Märkten erreicht.

Die hessische Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich ergänzte: "Es ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger die entscheidenden Informationen auf einen Blick erhalten." Deshalb fordere der Bundesfachausschuss neben einem TÜV für Allgemeine Geschäftsbedingungen auch Wegweiser wie zum Beispiel Verbraucher-Hotlines und Verbraucher-Apps. "Geschäftsbedingungen müssen kompakt, transparent und verständlich sein. Zuviel Kleingedrucktes schreckt ab - und das schadet letztlich dem Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbrauchern", so Puttrich.

Weitere Forderungen des Bundesfachausschusses sind unter anderem das Recht auf Löschen in sozialen Netzwerken, der Ausbau von außergerichtlichen Streitschlichtungen durch Online-Schlichter, eine bessere Energieberatung sowie eine Informationsoffensive für gesunde Ernährung und Bewegung. Daneben sei es wichtig, die größer werdende Gruppe der älteren Verbraucher noch stärker in den Blickpunkt zu nehmen. "Senioren müssen möglichst selbstständig einkaufen können", betonte Bleser. Deshalb müssten nicht nur Mindestschriftgrößen beachtet, sondern auch Einzelhandelskonzepte mit Sitzgelegenheiten und barrierefreien Anfahrtsmöglichkeiten ausgebaut werden.