Alternative für Deutschland genießt hohen Zuspruch

Dettleff W. Schilde, Prof. Dr. Bernd Lucke und Prof. Dr. Joachim StarbattyBerlin - Die „Alternative für Deutschland“ hat gemäß den ausgewerteten Zahlen von Meinungsforschern gute Chancen, bei der Bundestagswahl im September über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. Die junge Partei hat „echte Chancen“ auf den Einzug in den Deutschen Bundestag. Da die AfD eine klar bürgerliche Partei ist, deren Wähler sich nach Mitte-Rechts einordnen, werde es für die schwarz-gelbe Koalition in Berlin womöglich noch schwerer, wieder eine eigene Mehrheit zu erreichen.

Laut einer Umfrage von Insa im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus könnten sich 18 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der Bundestagswahl ihr Kreuz bei der AfD zu machen. In der Sonntagsfrage kommt die Partei derzeit auf fünf Prozent der Stimmen. Die meisten Unterstützer findet die Alternative, die am vergangenen Wochenende nach eigenen Angaben ihr 10.000 Mitglied aufgenommen hatte, demnach bei ursprünglichen Wählern von FDP und Union.

Umgekehrt ist das schwache Pflänzchen einer bundesweit aktiven Bewegung der Freien Wähler gerade dabei, vollends zusammen zu brechen. Selbst in Bayern, dem Stammland der FW, bröckelt die Zustimmung für Hubert Aiwanger und Kollegen. Zu lange hatte es Hubert Aiwanger versäumt, die Köpfe der Alternative für Deutschland effektiv bei den Freien Wählern einzubinden.